| Sukzession | Dieser Text beschreibt Sukzession. Der untere Text beinhaltet die Sukzession Beschreibung. Soweit es sich um ein definierbares Objekt handelt, sollte hier eine Sukzession Definition vorhanden sein. Sollte eine Definition von Sukzession fehlen, kann diese von Ihnen verfaßt werden. Wir sind bestrebt die Beschreibung von Sukzession möglichst ausführlich zu halten.
Jeder Text bei Know-Library, sowie ein Teil davon (Definition, Beschreibung etc.), außer Bücher Beschreibungen kann bearbeitet werden. Falls die Beschreibung auf dieser Seite nicht korrekt ist klicken Sie auf 'Beschreibung editieren' um den Text zu korrigieren bzw. neuen einzufügen. Weitere Informationen und Bücher zum Thema Sukzession Beschreibung , so wie Link zum Forum finden Sie weiter unten. Eine Übersicht der Texte, die das Thema Sukzession beschreiben finden Sie auf der Seite alle Artikel über Sukzession. Fragen zu dem Thema Sukzession können im Forum gestellt werden. Klicken Sie hier um zu dem Forum zu wechseln.
Sukzession ArtikelSukzession = Nachfolge, Abfolge, Erbfolge, Thronfolge; (lateinisch succedere = nachrücken, nachfolgen). Adverb sukzessiv = allmählich.
Dieser Artikel beschäftigt sich mit der Sukzession in der Ökologie. Für weitere Bedeutungen siehe Sukzession (Begriffsklärung), z.B. Apostolische Sukzession
Buch-Tipp: Abenteuer Groundhopping oder Wenn Fußballfans Stadien sammeln. Klasse Einführung in die wunderbare Welt der Groundhopper Es gibt Menschen, die sehen gerne Fußballspiele, und es gibt Menschen, die können gar nicht leben, ohne Fußballspiele anzusehen. Live, nicht in dem Fernsehen. Und drei oder vier pro Woche, nicht ca. das des Lieblingsvereins alle 14 Tage. Solche Menschen bezeichnen sich Groundhopper, weil sie... Sukzession (allgemein-biologisch) | |
In der Ökologie und Botanik versteht man unter Sukzession die Abfolge ineinander übergehender (System-)Zustände von Pflanzen- oder Tiergesellschaften (Biozönose) an einem Standort (räumliches Kontinuum) bei fortschreitender Zeit; mithin also auch die Änderung eines Ökosystems. Diese sukzessive Entwicklung führt, unter wechselndem Artenreichtum und bei abnehmender Änderungsrate, vom "Initialstadium" über verschiedene Stadien zu einer Klimaxgesellschaft. Dabei ändert sich das gesamte Gefüge zu einer optimalen Ausnutzung der Ressourcen (ökologisches Optimum). Die Stadien der Sukzession setzen meistens an einem beliebigen Stadium ein und laufen in verschiedenen Räumen gleichzeitig ab.
Eine Sukzession findet in Ökosystemen statt, die sich nicht in dem Ökologischen Gleichgewicht befinden.
Das Verständnis über die Sukzession und die Bildung von Klimaxstadien läßt sich z.B. in Landschaftsplanung und Naturschutz anwenden, wenn es deshalb geht, den gestörten Naturhaushalt - als Lebensgrundlage für den Menschen - wieder herzustellen und langfristig zu sichern.
Buch-Tipp: Botanica. Das ABC der Pflanzen. 10.000 Arten in Text und Bild Unverzichtbar!!! Die Botanica ist ein Buch, auf das ich auf keinen Fall mehr verzichten will. Es gibt kaum eine Pflanze, die ich dort noch nicht gefunden habe, meist sogar mit Bild.
Ich habe mein Exemplar schon seit Jahren (mit vollständigem Register) und nehme es stets wieder zur Hand, wenn ich etwas von einer mir unbekannten Pflanze lese oder... |
| |
Wird ein Ökosystem stark gestört, wie z.B. durch Hochwasser, Dürre oder Waldbrände, aber auch durch menschliche Eingriffe, kommt es zu einer langanhaltenden Veränderung in der Struktur und in der Artenzusammensetzung. Eine solche Störung verändert die Standortfaktoren. Ist die Störung so massiv, dass die vorherige Biozönose mitsamt ihrem Biotop nicht mehr existent ist (durch mechanische Zerstörung, und wie durch Abwandern oder Aussterben wegen veränderter Bedingungen), setzt das Initialstadium ein.
Buch-Tipp: Das große Buch der österreichischen Fußballstadien Kompetent und mit Liebe zu dem Detail Ein seltener Lichtblick in dem Genre Fußballbuch. Mit viel Liebe zu dem Detail haben die Autoren in der häufig sehr abwechslungsreichen Geschichte der österreichischen Stadien und Fußballplätze geforscht und sich der besten und umfangreichsten Archive bedient. Wer erinnert sich schon noch daran, dass Austria Wien einmal... |
Initialstadium, Folgestadien, Klimaxstadium | |
Im Initialstadium besiedeln Pionierarten unbesiedeltes Gebiet und bilden Pflanzengesellschaften (z.B. Ruderalvegetation , siehe auch Pflanzensoziologie). Ist die Störung durch Menschen entstanden, spricht man auch von Ersatzgesellschaften . Arten solcher Pioniergesellschaften besitzen in dem Gegensatz zu Arten der Klimaxgesellschaften eine größere Toleranz gegenüber extremen Standortfaktoren (siehe Standortfaktoren (Ökol.) ). Ihre Produktivität von Biomasse entspricht den armen Bedingungen. Diese Pionierarten verändern wiederum die Standortfaktoren, z.B. durch Akkumulation (Ansammlung) von Stickstoff, anderen Nährstoffen und Humus, verändern Wasserhaushalt und Klima, wirken auf den Boden (siehe Pedogenese) und auf die Fauna (Gesamtheit der tier. Lebewesen). Die Sukzession verändert somit auch das Biotop und damit das Ökosystems.
Auf Grund der veränderten Standortfaktoren sind nun wiederum andere Arten in der Lage, dass veränderte Biotop zu besiedeln. Diese Arten sind anspruchsvoller (Klima, Wasser, Nährstoffe, etc.) und besitzen eine höhere Produktivität. Durch ihre ökologischen Strategien (v.a. Vermehrungsstrategien) haben sie ein höheres Durchsetzungsvermögen und verdrängen die Pionierarten. Auch die neuen Arten verändern ihrerseits die Standortfaktoren, und der Prozess geht weiter, eine nächste, anspruchsvollere und produktivere Gesellschaft übernimmt das Regiment.
Das Klimaxstadium ist erreicht, wenn sich die Artzusammensetzung nicht mehr oder ca. noch sehr kleinfügig verändert. Man kann davon ausgehen, dass das Klimaxstadium auch die höchste Produktion an Biomasse betreibt, die auf diesem Standort möglich ist. Das Klimaxstadium verwertet seine Ressourcen am effektivsten. Je nach Ressourcen, je nach Klima, Boden- und Wasserverhältnissen bilden sich unterschiedliche Klimaxstadien aus. Die räumliche Ausbreitung der Klimaxgesellschaften ist dabei auch abhängig von der Dauer der ungestörten Sukzession.
Die verschiedenen Stadien einer Sukzession laufen meist parallell in unterschiedlichen Gebieten. Frühe Stadien der Sukzession sind meistens instabiler und kurzlebiger als spätere Stadien. Die Sukzession kann an einem beliebigen Stadium einsetzen (z.B. auf brach liegenden Feldern, Wiesen, auf Ruinen und Trümmern ebenso). Eine wirklich genaue Vorhersage ist nicht moglich, da die Nährstoff- und Schadstoffdeposition (Stickoxide u.a.) zu einer globalen Nivellierung (Vereinheitlichung) und Veränderung der Standortfaktoren führt.
Buch-Tipp: Dem Leben neu vertrauen. Den Sinn des Trauerns durch fünf Stadien des Verlusts finden wundervoll ich bin sehr froh, dass ich nach all der nicht so tröstenden trauer-lektüren nicht aufgegeben und dieses buch gefunden habe. endlich! ein buch, das nicht ca. tröstet und mut macht, das nicht ca. mit den üblichen klischees daherkommt, sondern das weiter geht und auch "unangenehme" themen, wie z. b. sexualität und finanzen anspricht.... |
Klimaxgesellschaften/Klimaxstadien | |
Es kann nicht abschließend geklärt werden, was "die" vorherrschende Klimaxgesellschaft ist. Nach weitverbreiteter Auffassung ist diese Klimaxvegetation in Mitteleuropa außer auf Extrem- und Ausnahmestandorten ein weitestgehend geschlossener und artenarmer (Buchen)-Wald. Immerhin hat man nachweisen können, dass Mitteleuropa, nach Perioden anderer vorherrschender Vegetation, in den letzten 3 Tausend Jahren hauptsächlich von Buchenmwäldern bedeckt war.
Moore bilden meistens Hochmoore als Klimaxstadium; Hochgebirgslagen, Watten bilden wiederum andere Klimaxstadien. Weitere Ausnahmen bilden u.a. azonale Waldgesellschaften, wie z.B. Auwälder, Bruchwälder . Siehe auch: Potenzielle natürliche Vegetation.
|
Sukzession (allgemein-ökologisch, zooologisch) | |
Ausgehend von einem zerstörtem/gestörtem Ökosystem durchläuft die Sukzession verschiedene Stadien in einem räumlichen Kontinuum. In unterschiedlichen Räumen sind häufig mehrere Sukzessionsstadien eines Ökosystems zu beobachten. Mit fortschreitender Zeit werden die Populationen größer (Dichte nimmt zu), die Struktur ändert sich (Artenvielfalt nimmt zu).
Buch-Tipp: Die Darwin Awards. Die skurrilsten Arten, zu Tode zu kommen. Schöner Auftakt der Reihe Seit 1994 wird der Darwin Award in dem Internet vergeben. Dieses Buch ist der erste von mittlerweile drei Bänden mit Auszügen der besten Geschichten. 180 witzige und makabere Todes- und Beinahetodesfälle werden präsentiert, und außerdem, wohl weil es der erste ist, auch viele Überlegungen rund um den Darwin Award selbst.... |
Initialstadium, Folgestadien, Klimaxstadium | |
Im Initialstadium und in frühen Stadien der Sukzession herrschen Arten mit hohem Fortpflanzungspotenzial, die r-Strategen, vor. r-Strategen reproduzieren sich quantitativ sehr stark. Sie reproduzieren sich schnell. Ihre Fähigkeit der Kolonienbildung, d.h. die Fähigkeit zur räumlichen Ausdehnung ihres Lebensraums (Habitat), ist hoch. Ihre Brutpflege wird klein gehalten oder erfolgt gar nicht. Dadurch besitzen die Nachkommen eine kleinere Überlebenswahrscheinlichkeit in dem Wettbewerb.
In der Tierwelt sind dies z.B. Mücken. Bei den Pflanzen sind z.B. Rumex-Arten (Ampfer) r-Strategen. Sie erzeugen eine Vielzahl von Samen (richtiger: Früchte) nämlich zig-tausend, die "nackt" sind und über kein Nährstoffdepot oder andere Strategien zur Sicherung des Nachwuchses, wie z.B. der Weizen, verfügen.
Die Artenvielfalt von Initialstadien ist klein, die Individuenanzahl hoch. Die Produktion von Biomasse ist klein.
In Folgestadien setzen sich mehr und mehr die K-Strategen durch. K-Strategen vermehren sich Quantitativ weniger stark, haben weniger Nachkommen. Diese Wenigen Nachkommen besitzen aber ein höheres Durchsetzungsvermögen in dem Überlebenskampf.
Viele Vögel und die meisten Säugetiere sind darunter, die lange Brutpflege betreiben, dadurch weniger Nachkommen erzeugen können, diesen aber bessere Startchancen verschaffen. K-Strategen der Pflanzenwelt sind Pflanzen, die qualitativ hochwertige Früchte erzeugen.
In späteren Stadien steigt die Artenvielfalt und die Produktion von Biomasse zunächst an.
Im Klimaxstadium herrschen schließlich hauptsächlich K-Strategen vor. Damit nimmt auch das Verhältnis von Reproduktion (Anzahl der Nachkommen) zu Produktion (Biomasse) ab. Die Fachwelt geht davon aus, dass die Artenvielfalt in Klimaxstadien generell klein ist (umstritten). Die Individuendichte der wenigen Arten, die sich durchgesetzt haben, ist hoch und entspricht ihrem Optimum. Klimaxstadien zeichnen sich durch eine sehr effiziente Nutzung der Ressourcen aus. Die Änderungsrate in der Artenzusammensetzung tendiert gen Null.
(Anm.: man beachte Groß- u. Kleinschreibung "r-Strategen" und "K-Strategen")
Buch-Tipp: Die Entstehung der Arten durch natürliche Zuchtwahl. Extrem wichtiges Buch, auch heute noch lesenswert Wer sich mit Evolution beschäftigt und wissen will, wie sich das Leben auf der Erde entwickelt hat, dem kann auch heute noch die Lektüre dieses verständlich, abwägend und überzeugend geschriebenen Werkes von Darwin empfohlen werden. Sicherlich würde man heute einiges eher anders formulieren,... |
| |
Klimaxstadien sind keine starren Gebilde. Stets wieder hört man, Klimaxstadien seien vorherzusagen. Auch wenn von "Gleichgewicht" die Rede ist, widerspricht das der Komplexität von Ökosystemen. Ob man ein System in dem Gleichgewicht identifiziert, hängt vom Beobachtungszeitraum und von den Beobachtungsintervallen ab. So können Systeme über einen längeren Zeitraum hinweg stationär erscheinen, während sie kurzfristige kleine Schwankungen aufweisen. "Klimaxstadium" ist als fach-theoretischer Begriff bzw. Gedankenkonstrukt der Modellbildung zu werten, der ca. dem grundsätzlichen Verständnis helfen soll.
Diese Tatsache ist in der Ökologie etabliert, da zu beobachten ist, dass viele Ökosysteme ohne Verjüngung durch Störungen sich nicht lange halten können. Zu dem Beispiel benötigt der "Buchen-(Hallen-)Wald" stets wieder Störungen, da sonst lichtbedürftige junge Buchen nicht nachwachsen können. Ohne Störung verändert sich der Buchenwald (z.B.) innerhalb weniger hundert Jahre zwangsläufig zu einer anderen (Wald-)Gesellschaft.
|
| |
Die Mosaik-Zyklus-Theorie (auch Mosaik-Zyklus-Konzept) wird z.B. bei Auhagen, Axel, Jedicke und Scherzinger erwähnt (Quellenangabe leider unvollständig, vielleicht liefert sie jemand nach?). Sie geht von einer nicht einheitlichen, linearen Sukzession aus. Sie wendet die Erkenntnis an, dass Sukzessionreihen an einem beliebigen Stadium einsetzen und abbrechen können. Pioniergesellschaften sind eher selten anzutreffen. Sie geht von vielen kleinen Teilflächen von 100 bis 1 Tausend m², einer mosaikartigen Struktur, aus, auf denen unterschiedlichste Sukzessionsstadien ablaufen und bezeichnet plausiblere Gründe hierfür:
- Insektengradation (massenhaftes Auftreten)
- Natur-"katastrophen"
- sukzessive Veränderung der Pflanzengesellschaft, wie oben beschrieben
Im Zusammenhang mit der Megaherbivorentheorie ergibt sich ein sehr plausibles Bild. Die theoretische Abwägung ist jedoch fast redundant, da Behandlungen von Urwaldrelikten und Archäologische Behandlungen, aber auch Behandlungen an existierender Vegetation, z.B. von Jedicke an montanen Bergmischwäldern und subalpinen Fichtenwäldern, und von anderen z.B. an tropischen Regenwäldern, eindeutige Ergebnisse geliefert haben.
Die Mosaik-Zyklus-Theorie beschreibt die ökologischen Vorgänge der Sukzession wesentlich wahrscheinlicher, da sie sich nicht ca. auf Herbivore beschränkt, sondern mehrere mögliche Einflüsse der Fauna auf die Vegetation hervorhebt. Besonders Insekten, die wegen ihrer Reproduktionsstrategien (Massenhaftes Auftreten, "Plage", eher für großflächiges Beschädigen der Vegetation in der Lage sind als Megaherbivoren, deren Reproduktionszyklen wesentlich länger sind (z.B. wildlebende Rinder haben in dem der adulten Phase ca. alle 1,2 bis 2 Jahre ein Kalb (Durchschnitt)).
|
Weiteres zu dem Artikel Sukzession | | Andere Leser interessierten sich auch für folgende Beschreibungen: | Adverb, Auffassung, Brutpflege, Megaherbivorentheorie, Nutzung, Pflanzen, Pflanzenwelt, Samen, Sukzession, Theorie, Tiere, Tierwelt, Toleranz, Vegetation | | Schnellzugrif auf verwandte Texte: | | | NEU! Frage im Forum zum Thema: | | Wenn die Beschreibung 'Sukzession' Ihrer Meinung nach nicht korrekt ist oder in aktueller Version Fehler enthalten sind oder es fehlt die Sukzession Definition, dann klicken Sie bitte auf "Beschreibung bearbeiten" und schreiben Sie die Eigene Version des Textes. Die Änderungen in der Beschreibung werden sofort aktiv und für alle sichtbar. Ein Administrator wird Ihre Version der Beschreibung und Definition von 'Sukzession' nachher prüfen. Bitte achten Sie auf die Urheberrechte (Copyright). Wir sind für die besseren Beschreibung von 'Sukzession' und 'Sukzession' Definition sehr dankbar.
Alle Tipps zu den Bücher auf dieser Seite wurden automatisch generiert. D.h. die Bücher wurden aus einer Datenbank von dem Computer ausgesucht. Deshalb kann es vorkommen, dass vorgeschlagene Bücher nicht ganz der 'Sukzession' Beschreibung entsprechen.
|
|
|
· Diese Seite wurde bisher 1.257 mal abgerufen. · Letzte Counteraktualisierung erfolgte am 16.05.2008 um 08:51:21 · Diese Seite wurde zuletzt geändert um 06:05, 29. Sep 2004. · Letzte Portalaktualisierung erfolgte um 08:00:00 GMT, 25.02.2008
|